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Economy-Class-Thrombose
 Nicht überall ist die ideale Beinfreiheit gegeben
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Zusammenfassung
Aufgrund der engen Sitzverhältnisse und des langen unbeweglichen Sitzens bei längeren Flugreisen vor allem in der Economy-Class kann es insbesondere bei Risikopatienten zu einer Thrombose in den Beinvenen kommen. Wenn sich diese Thromben lösen, kann dies zu lebensbedrohlichen Embolien in der Lunge kommen. Daher sollte man sich ca. alle 2 Stunden etwas Bewegung in der Maschine verschaffen.
Allgemeines
Unter der Economy-Class-Thrombose versteht man die Entstehung einer Thrombose in den unteren Extremitäten, also den Beinen, aufgrund des langen Sitzens in den meist engen Sitzen in der Economy-Class eines Flugzeugs.
Im Oktober des Jahres 2000 wurde in der Weltpresse der Fall der 28-jährigen Emma Christofferson bekannt, die nach einem Flug von Sydney/Australien nach London kurz nach der Landung an einer Lungenembolie verstarb. Diese Embolie enstand aufgrund eines losgerissenen Beinvenenthrombus. Aufgrund der immer länger werdenden Flüge, verharren die Passagiere, vor allem in den relativ engen Sitzreihen der Economy-Class, oft viele Stunden ohne Bewegung auf ihren Sitzen. Aufgrund dieser Tatsache kann es zu Thrombosen kommen, die dann ihrerseits z.B. zu einer oft tödlichen Lungenembolie führen kann.
Aufgrund der sehr viel komfortableren Sitzverhältnisse in der Business-Class bzw. der 1. Klasse sind derartige Vorkommnisse dort sehr viel seltener.
Ursachen
Aufgrund des bewegungsarmen stundenlangen Sitzens im Flugzeug wird der Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen stark behindert. Dies geschieht zum einen durch die Kompression bzw. das Abklemmen der Venen im Sitzen, besonders im Knie aber auch in der Leiste. Zum anderen fehlt die Muskelanspannung der Beinmuskeln beim Gehen, die den Blutrückstrom in den Venen zum Herzen hin fördern hilft. Vor allem bei Risikopassagieren kommt es dadurch immer wieder zu Thrombosen, vor allem in den unteren Extremitäten. Reißen sich diese Thrombosen los, können sie in die Lunge geraten und dort eine oft tödliche Lungenembolie auslösen. Nicht nur, aber besonders gefährdet sind: - Menschen mit Blutgerinnungsstörungen
- Diabetiker
- Starke Raucher
- Schwangere
- Alkoholiker
- Nierenkranke
- Gefäßerkrankungen, wie z.B. bestimmte Venenleiden
- Frauen, die die Pille nehmen
Häufigkeit
Verlässliche Zahlen gibt es nicht. Aber nach einer Schätzung des leitenden Arztes der deutschen Lufthansa, kommt es weltweit jährlich zu ca. 2 000 Todesfällen während eines Flugs. Als häufigste Ursachen gelten Herzinfarkte sowie die dargestellten Lungenembolien.
Vorsorge
Mit relativ einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko, während eines Langstreckenflugs eine Thrombose zu erleiden, vermeiden.
Es ist in allen Flugzeugen bei Fernreisen möglich, sich in der Maschine zu bewegen. Und sei es ein häufigerer Gang zur Toilette. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Platz am Gang und nicht am Fenster einzunehmen, um nicht dauernd seine Sitznachbarn durch das Aufstehen zu stören. Weiterhin soll ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden, am besten Wasser oder Säfte. Auch die Einnahme von Aspirin ist in der Regel empfehlenswert. Alkohol, Tee oder Kaffee sollten möglichst vermieden werden, da sie zu einer Entwässerung über die Nieren führen.
Risikopatienten sollten im Zweifel einen Arzt zu Rate ziehen. Bei Einhalten dieser Vorsorgemaßnahmen kann das Risiko, während einer Flugreise eine Thrombose zu bekommen nahezu auf Null reduziert werden.
Therapie
Die Therapie entspricht der unter Thrombose dargestellten.
Tipps für einen gesunden Flug im Überblick:
- Besonders Risiko-Betroffene sollten sich auf Langstreckenflüge entsprechend vorbereiten. Im Zweifel ziehen Sie einen Arzt zu Rate.
- Stütz- oder Kompressionsstrümpfe können geschwollenen Beinen vorbeugen.
- Stellen Sie das Rauchen ein.
- Trinken Sie viel - aber keinen Alkohol oder Kaffee.
- Regen Sie die Durchblutung an. Die Füße können für einige Zeit mit den Fersen abgestützt werden. Auch ein häufiger Gang zur Toilette ist hilfreich.
- Die Einnahme von Aspirin ist in der Regel empfehlenswert.
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