Melanesien und Mikronesien-Polynesien

Länder und Inseln

Cookinseln, Fidschi, Guam, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien (Bundesstaaten), Nauru, Neu Kaledonien, Niue, Osterinseln, Palauinseln, Papua-Neuguinea, Französisch Polynesien, Salomonen, Samoainseln, Amerikanisch-Samoa, Tokelauinseln, Tonga, Tuvalu, Vanuatu, Wallis und Futunainseln

Das Gebiet umschließt einen sehr großen Teil des Ozeans mit langgestreckten, bergigen, teilweise vulkanischen, tropischen und von Regenwäldern bedeckten Inseln im Westen. Die östlichen Inseln sind kleiner und bestehen aus vulkanischem Gestein oder gehobenen Korallenkalken, die Atolle bilden. Das Klima ist insgesamt tropisch bis subtropisch.

Gesundheitsrisiken für den Reisenden

Allgemeines

Nahrungsmittelbedingte Krankheiten sind sehr verbreitet. Generell sollte man bei Imbissständen auf der Straße vorsichtig sein, auf die Frische von Speisen achten und nur gut Erhitztes sowie Definierbares (z.B. kein Hackfleisch) zu sich nehmen. Vor Ort erkundigt man sich am besten nach kursierenden Krankheiten und üblichen Übertragungswegen. Es empfiehlt sich, Leitungswasser nicht zu trinken (Achtung Falle Eiswürfel) bzw. Wasser abzukochen und damit Gemüse gut zu waschen bzw. Obst zu schälen. Viele Lebensmittel-Infektionen lassen sich vermeiden, hält man diese Grundregeln ein.

Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen

Reist man unter erhöhtem Risiko und z.B. nicht als isolierter Pauschaler für ein paar Tage im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer also aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) unbedingt beachten.

  • Zu den durch Nahrungsmittel übertragenen Infektionen zählen Durchfallerkrankungen (vgl. Ruhr), typhusartige Fiebererkrankungen und parasitischeWurmerkrankungen der Eingeweide (Helminthiasis). In Mikronesien gab es Mitte des Jahres 2000 einige Cholera-Todesfälle. Dort sollte man auf strikte Hygiene achten und, abhängig von den entsprechenden Reiseparametern, eine Impfung in Erwägung ziehen.
  • Bei den durch Insekten ausgelösten Krankheiten kann Dengue-Fieber einschließlich seiner zu Blutungen führenden Form als Epidemie auf den meisten Inseln auftreten. Vor Ort sollte man sich erkundigen, ob dies gerade der Fall ist und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Ähnlich verhält es sich mit Filiariose, einer Infektion mit Fadenwürmern, die u.a. im Bindegewebe und Lymphsystem schmarotzen. Die Krankheit ist weit verbreitet, ihr akutes Auftreten variiert aber.

Impfungen

Pflichtimpfungen und Vorschriften

  • Keine Pflichtimpfungen (bei Direkteinreise).
  • Gelbfieber - bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber) verlangen Fidschi, Kiribati, Niue, Papua-Neuguinea, Franz. Polynesien, Samoa, Salomonen und Tonga eine Immunisierung. Steht die Reise fest, klärt man bei der zuständigen Landesvertretung am besten nochmal die genaue Regelung ab.
  • HIV - für Tonga ist bei Langzeitaufenthalten ein (negativer) HIV-Test erforderlich. Für Papua-Neuguinea (auch für einen Arbeitsaufenthalt) und Tokelau braucht man zusätzlich ein Gesundheitszeugnis.

Impfempfehlungen

  • Tetanus und Diphtherie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
  • Polio - ist eine Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen vorhanden, ist eine Auffrischung gegen Poliomyelitis nicht nötig. In den letzten Jahren sind von keinem der aufgelisteten Gebiete Fälle von Kinderlähmung bekannt geworden.
  • Hepatitis A - tritt auf allen Inseln auf, und da die Infektion über Lebensmittel erfolgt, empfiehlt sich ein Schutz.

Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko

  • Hepatitis B - ist auf fast allen Inseln endemisch (d.h. ist in bestimmten Gegenden ständig gegenwärtig bleibt aber räumlich auf diese begrenzt). Eine Immunisierung kann sich, je nach Reisebedingungen, also lohnen.
  • Das Gleiche gilt für Typhus. Durch Zecken übertragener Typhus ist von Papua-Neuguinea bekannt.
  • Japanische Encephalitis - nur für Papua-Neuguinea.
  • Influenza - in Französisch Polynesien gab es Mitte des Jahres 2000 eine Grippe-Epidemie. Gegebenenfalls ist eine Impfung gegen Influenza Typ A angebracht.

Malaria

  • Papua-Neuguinea, Salomonen und Vanuatu sind ganzjährig von Malaria betroffen, insbesondere in den Frühjahrs- und Herbstmonaten. In den meisten Landesregionen der drei Gebiete ist das Infektionsrisiko hoch. Geringer ist es in vereinzelten Städten sowie auf ein paar östlichen und südlichen Inseln der Salomonen. Malariafrei ist die vanuatische Insel Futuna.
  • Mückenschutz sollte in diesen Regionen selbstverständlich sein. Eine medikamentöse Prophylaxe empfiehlt sich nach Absprache mit dem zuständigen Arzt bzw. städtischen Tropeninstitut.

Was noch

  • Quallen (und andere Hohltiere), Seeschlangen sowie giftige Fische können für Badende gesundheitlich gefährlich werden. Vor Ort sollte man sich kundig machen, bestimmte Badestellen oder Strömungen kann man dann meiden. Beim Waten durchs Wasser, möglichst mit Badeschuhen, ist Vorsicht geboten.
  • Des Öfteren treten Lebensmittelvergiftungen durch rohen und gekochten Fisch sowie Muscheln auf.
 
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