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Südeuropa
Länder
Albanien, Andorra, Bosnien u. Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Italien, Bundesrepublik Jugoslawien, Kroatien, Liechtenstein, Malta, Monaco, Österreich, Portugal (inkl. Azoren u. Madeira), Rumänien, San Marino, Schweiz, Slowenien, Spanien (inkl. Kanaren), Macedonien (ehemalige jugoslawische Republik) und Ungarn.
 Die Mittelmeerküste - ein zu Recht beliebtes Reiseziel
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Südeuropa erstreckt sich von den Laub- und Mischwäldern im Nordwesten und den Bergen der Alpen hin zu eher trockenen Grassteppen. Im Süden und Südosten herrscht die Buschvegetation der Mittelmeerregion vor. Klimatisch liegt der größte Teil in der gemäßigten Zone mit einem vergleichsweise milden Klima, wobei die Sommer heiß und trocken sind.
Gesundheitsrisiken für den Reisenden
Allgemeines
Vor Ort erkundigt man sich am besten nach kursierenden Krankheiten und üblichen Übertragungswegen. Generell sollte man Wasser abkochen, damit Gemüse gut waschen bzw. nur zu schälendes Obst essen und Leitungswasser vermeiden (Achtung Falle Eiswürfel). Viele Infektionen lassen sich so vermeiden.
Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen
Reist man unter erhöhtem Risiko und nicht als normaler Zwei-Wochen-Pauschal-Reisender im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer also aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) unbedingt beachten.
- Zu den nahrungsmittelbedingten Infektionen parasitischer Art zählt der häufig vorkommende Befall mit Leberegeln (Fasciola hepatica) und mit Finnen des Hundebandwurms, der aber seltener und eigentlich nur im Südosten auftritt. Durchfallerkrankungen, die auf Infektion mit Bakterien beruhen (s. Ruhr), und andere Diarrhoeae treten verstärkt in den Sommer- und Herbstmonaten auf, v.a. im westlichen und östlichen Süden. Dort kann auch Brucellose vorkommen, ein Befall mit dem Bakterium Brucella. Weit verbreitet und seit geraumer Zeit zugenommen haben Erkrankungen durch Salmonellen und Campylobacter.
- Bei den durch Insekten und Spinnentiere (zu denen übrigens auch Zecken gehören) übertragenen Krankheiten kann Kutane und viszerale Leishmaniose prinzipiell in ganz Südeuropa vorkommen, wobei Leishmaniose/HIV-Koinfektion bekannt ist aus Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. In einigen der mediterranen Küstenländer tritt West-Nil-Fieber auf und Sandflohfieber, eine juckende Hautkrankheit durch Befall mit Sandfloh. Lyme-Borreliose und durch Nagetiere übertragenes Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (eine fieberhafte Erkrankung mit starken, inneren und äußeren Blutungen sowie Nierenversagen) gibt es in den östlichen und südlichen Regionen.
 Frisches Gemüse wäscht man besser vor dem Verzehr - dann ist es noch gesünder
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Impfungen
Pflichtimpfungen und Vorschriften
- Keine Pflichtimpfungen (bei Direkteinreise).
- Gelbfieber - eine Immunisierung wird bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber ) verlangt von Albanien, Griechenland, Malta und Portugal (nur für Madeira und die Azoren). Steht die Reise fest, klärt man bei der jeweiligen Botschaft bzw. Landesvertretung am besten nochmal die genaue Regelung ab.
- HIV - für Bulgarien ist bei einem Langzeitaufenthalt evtl. ein negativer HIV-Test erforderlich. Auch hier gilt, dass man sich vor Reiseantritt bei der Landesvertretung nochmal nach der genauen Vorschrift erkundigen sollte.
Insbesondere im Osten Europas breitet sich das HI-Virus explosionsartig aus. Bei sexuellem Verkehr müssen Kondome benutzt werden.
Impfempfehlungen
- Tetanus und Diphtherie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
- Polio - für Albanien, Bulgarien, Bosnien u. Herzegowina, Griechenland, Jugoslawien, Kroatien, Rumänien, Slowenien und Ungarn. Bis vor ein paar Jahren noch war Poliomyelitis in den meisten südeuropäischen Ländern endemisch, d.h. ständig vorkommend aber immer örtlich begrenzt. Alle Staaten bemühen sich seit geraumer Zeit um Ausrottung der Infektionskrankheit. Trotzdem kam es 1996 in Albanien zu einem großen Ausbruch, der auch Griechenland und Jugoslawien in Mitleidenschaft zog. 1997 konnte er aber erfolgreich gestoppt werden. Der europäische Kontinent gilt nach den Kritierien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht als poliofrei. Daher empfiehlt sich, sofern eine Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen vorhanden ist, eine Auffrischung gegen Kinderlähmung im Zehnjahresrhythmus bzw. eine Ergänzung fehlender Impfungen.
- Hepatitis B - ist endemisch im südlichen Teil Osteuropas (Albanien, Bulgarien und Rumänien). Vor allem bei sexuellem Kontakt empfiehlt sich eine Impfung.
Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko
- Hepatitis A - für alle Länder außer Liechtenstein, Österreich und Schweiz. Infektionsgefahr besteht vor allem in den Mittelmeer- und osteuropäischen Gebieten.
- Typhus - für Albanien, Bulgarien, Bosnien u. Herzegowina, Jugoslawien, Kroatien und Slowenien. Durch Zecken oder Mäuse übertragener Typhus kommt (sporadisch) v.a. in Ländern am Rande der mediterranen Küstenregion vor.
- FSME - durch Zecken verursachte Encephalitis kann in den östlichen und südlichen Regionen auftreten. Eine Impfung empfiehlt sich für Albanien, Österreich, Slowenien und Ungarn sowie ggf. für Bulgarien, Bosnien u. Herzegowina, Jugoslawien, Kroatien und Rumänien.
- Tollwut - für Bosnien u. Herzegowina. Aber auch in den meisten anderen Ländern Südeuropas gibt es Tiere, die Tollwut übertragen können. Von z.B. streunenden Hunden sollte man sich also besser fern halten.
Was noch
- Extrem heiße und schwüle Sommertemperaturen können unter anderem zu Kreislauferkrankungen führen. Ganz wichtig ist es, ausreichend zu trinken.
 Auf den so südlich gelegenen Kanaren braucht man auch bei Wolken Sonnencreme
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