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Australien und Neuseeland
Australien ist ein Land der Weite mit verhältnismäßig geringen Höhenunterschieden. Der südliche Wendekreis unterteilt den fünften Kontinent in ein nördliches tropisches und in ein südliches subtropisches Gebiet. Entsprechend sind im Norden und Osten tropische Regenwälder, im zentralen Landesinneren Trockenwälder, Savannen bzw. Wüsten und im Süden eine mediterrane Buschvegetation sowie subtropische Wälder zu finden. Das Klima ist durch Hitzewellen und Trockenzeiten gekennzeichnet. Nur wenige Küstengebiete und der Norden haben größere Niederschläge, die aber sehr unregelmäßig fallen.
Neuseeland hat ein gemäßigt mildes Klima. Die Nordinsel ist im Westen und Norden niederschlagsreich und zeichnet sich durch subtropische Wälder aus. Die Südinsel ist charakterisiert durch die z.T. vergletscherten Neuseeländischen Alpen, welche die Insel durchziehen, westlich steil zur Tasmansee abfallen und sich östlich in weite Ebenen erstrecken. Steppenvegetation und Hartholzbaumwälder sind typisch.
Gesundheitsrisiken für den Reisenden
Allgemeines
Eigentlich besteht keine große Gefahr, sich eine Infektionskrankheit zuzuziehen. Das Risiko ist zumindest nicht höher als in der eigenen Heimat. Natürlich gibt es Gesundheitsgefahren, aber in den meisten Regionen sind nur wenige Vorsichtsmaßnahmen nötig.
Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen
Reist man unter erhöhtem Risiko und nicht als normaler Zwei-Wochen-Pauschal-Reisender im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer also aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) beachten.
- Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind selten.
- Durch Insekten und Spinnentiere (zu denen übrigens auch Zecken gehören) übertragene Krankheiten stellen da schon eher eine Gefahr dar. Dazu gehört u.a. Dengue-Fieber, das in den vergangenen Jahren im australischen Norden immer mal wieder ausgebrochen ist. In einigen ländlichen Gebieten Australiens kann durch Mücken hervorgerufene, epidemische Polyarthritis (eine Entzündung zahlreicher Gelenke) und virale Enzephalitis (vgl. FSME) auftreten. Bedingt durch die jüngsten Hochwasser im Herbst 2000 wird für das nächste Jahr eine Zunahme an Krankheiten befürchtet, die durch Moskitos übertragenen werden. Insbesondere das Ross-River-Fieber, eine mit Gelenkbeschwerden einhergehende Erkrankung, wird in Neu-Süd-Wales einen guten Mückenschutz erforderlich machen.
- Australische, insekten- und früchtefressende Fledermäuse tragen ein Virus in sich, das dem Tollwut übertragenden Virus unserer Gefilde ähnlich ist. Ein Kontakt mit diesen Tieren sollte auf jeden Fall vermieden werden.
Impfungen
Pflichtimpfungen und Vorschriften
- Keine Pflichtimpfungen.
- Gelbfieber - bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber). Diese Regelung gilt nur für Australien und nicht für Neuseeland.
- HIV - ein negativer HIV-Test ist erforderlich für einen Daueraufenthalt in Australien und zusätzlich ein Gesundheitszeugnis für einen Langzeitaufenthalt in Neuseeland.
Impfempfehlungen
- Tetanus und Diphtherie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko
- Einer Immunisierung gegen Hepatitis A, Hepatitis B und (nur für Australien) Typhus kann man sich unterziehen, ist aber nicht unbedingt notwendig.
Was noch
 Manche Meeresbewohner können wunderbar zum Anschauen sein, bei Berührung aber sehr schmerzhaft
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- Die weltweit giftigsten Schlangen kommen vornehmlich auf dem australischen Kontinent vor. Sie sind - ebenso wie die zahlreich verbreiteten (auch in Großstädten!), giftigen Spinnen - eine ernstzunehmende Gefahrenquelle. Sie greifen aber eigentlich nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Um das zu verhindern langt man nicht blind in den Schrank, schüttelt geschlossene Schuhe vor dem Anziehen aus, lüftet die Decke bevor man ins Bett hüpft, trägt bei Ausflügen in die Natur knöchelhohes Schuhwerk, klettert nicht in Büschen oder auf Bäumen herum, benutzt im Dunkeln immer eine Taschenlampe und schläft nicht auf dem Boden.
- Quallen, Korallen und Seeigel können Badefreudigen zum schmerzhaften bzw. giftigen Erlebnis werden. Vor Ort sollte man sich kundig machen, bestimmte Badestellen oder Strömungen kann man dann meiden. Beim Waten durchs Wasser, möglichst mit Badeschuhen, ist Vorsicht geboten.
- Sonne und Hitze sind, vor allem in Australien, extrem intensiv. Ein Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (ab 20) und entsprechende Kleidung sind ein absolutes Muss.
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