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Westliches Südasien
Länder
Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Palästinensische Gebiete, Saudi Arabien, Arabische Republik Syrien, Türkei, Vereinigte Arababische Emirate und Zypern.
Der Nordwesten des westlichen Südasien ist charakterisiert durch Berge und Steppen, der Süden durch große Wüsten und eine trockene, tropische Buschlandschaft.
Gesundheitsrisiken für den Reisenden
 Rustikale Fleischerei-Verhältnisse auf einem der herrlich urigen Märkte
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Allgemeines
Mangelhafte Hygiene ist in den meisten Ländern Südasiens derGrund für Erkrankungen. Um nahrungmittelbedingte Infektionen zu vermeiden, sollte man bei Imbissständen auf der Straße vorsichtig sein, auf die Frische von Speisen achten und nur gut Erhitztes sowie Definierbares (z.B. kein Hackfleisch) zu sich nehmen. Vor Ort erkundigt man sich am besten nach kursierenden Krankheiten und üblichen Übertragungswegen. Es empfiehlt sich, Leitungswasser nicht zu trinken (Achtung Falle Eiswürfel) bzw. Wasser abzukochen und damit Gemüse gut zu waschen bzw. Obst zu schälen. Viele Lebensmittel-Infektionen lassen sich vermeiden, hält man diese Grundregeln ein.
Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen
Reist man unter erhöhtem Risiko und beispielsweise nicht als isolierter Pauschaler für ein paar Tage im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer also aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) unbedingt beachten.
 Frische Zitronenlimo wird oft mit Leitungswasser gemacht; ein Genuss, auf den man besser verzichtet
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- Zu den nahrungsmittelbedingten Krankheiten zählen parasitische wie Bandwurmbefall (Taeniasis), örtlich begrenzte Infektionsherde von Hundebandwurm und im Jemen Drakunkulose, eine Erkrankung durch den Nematodenwurm Dracunculus medinensis. Auch bakterielle Infektionen wie Brucellose, die v.a. durch Haustiere übertragen wird, sind weit verbreitet.
- Bei den von Insekten und Spinnentieren (zu denen übrigens auch Zecken gehören) übertragenen Krankheiten, ist die kutane Leishmaniose die üblichste, sie tritt in der gesamten Region auf. Die viszerale Leishmaniose ist hingegen verhältnismäßig selten außer im mittleren Irak, Westjemen, südwestlichen Saudi Arabien, Nordwesten Syriens und türkischen Südost-Anatolien. Gelegentlich gibt es auch Fälle von Zeckenrückfallfieber, eine von Borrelien übertragene Seuche, im Irak Crimean-Congo-Hämorrhagie-Fieber und im Jemen isolierte Herde von Onchozerkose, einer Infektion mit Knäuelfilarielarven, die von Mensch zu Mensch durch Kriebelmücken übertragen werden.
- Bedingt durch mangelnde Hygiene ist das sogenannte Trachom weit verbreitet, eine langwierige, bakterielle Infektion des Auges, die die weltweit häufigste Erblindungsursache darstellt. Ansonsten gibt es in den meisten Ländern Tollwut, von (streunenden) Tieren sollte man sich entsprechend fern halten. Im Irak, Jemen, Saudi Arabien und Syrien tritt Bilharziose auf.
Impfungen
Pflichtimpfungen und Vorschriften
- Keine Pflichtimpfungen (bei Direkteinreise).
- Gelbfieber - eine Immunisierung wird bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber) verlangt von Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Oman, Saudi Arabien und Syrien. Steht die Reise fest, klärt man bei der jeweiligen Botschaft bzw. Landesvertretung am besten nochmal die genaue Regelung ab.
- HIV - für alle aufgeführten Länder außer Israel, die Palästinensischen Gebiete und Türkei ist bei Langzeit-, Arbeits- bzw. Studiumsaufenthalten ggf. ein negativer HIV-Test erforderlich. Auch hier gilt, dass man sich vor Reiseantritt bei der jeweiligen Landesvertretung nochmal nach den genauen Vorschriften erkundigen sollte.
Impfempfehlungen
 Für Straßenkinder gibt es meist keine Impfmöglichkeiten
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- Tetanus und Diphtherie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
- Polio - das Infektionsrisiko ist in allen Ländern gering, außer im Jemen. Im Süden der Türkei wurde im November 1998 jedoch noch ein Fall von Kinderlähmung gemeldet. Ist eine Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen vorhanden, empfiehlt sich ggf. eine Auffrischung im Zehnjahresrhythmus bzw. eine Ergänzung fehlender Impfungen.
- Hepatitis A - tritt in allen Ländern auf, und da die Infektion über Lebensmittel erfolgt, lohnt sich ein Schutz.
Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko
- Hepatitis B - ist in allen Ländern endemisch (d.h. ist in bestimmten Gegenden ständig gegenwärtig bleibt aber räumlich auf diese begrenzt).
- Typhus - tritt in allen Ländern auf, und da eine Infektion oft über Nahrung erfolgt (s. Salmonellen) lohnt sich, bei entsprechenden Reisebedingungen, ein Schutz. Durch Mäuse und Zecken übertragener Typhus kann auch in manchen Ländern vorkommen.
- Meningokokken-Meningitis - für Reisende nach Saudi Arabien und insbesondere Pilger empfiehlt sich eine Immunisierung.
Malaria
- Keiner Malariaprophylaxe bedarf es in Abu Dhabi, Ajmam, Bahrain, Dubai, Israel, Jordanien, Katar, Kuweit, Libanon, Palästinensische Gebiete, Umm al Qaiwain und Zypern.
- In allen übrigen Ländern kommt Malaria nahezu das ganze Jahr über vor, die Wintermonate im Irak sind da eine Ausnahme. Je nach Landesteil ist das Risiko einer Infektion unterschiedlich groß. Als malariafrei bzw. mit geringem Infektionsrisiko gelten Städte und die meisten Hochlagen sowie der größte Teil des Oman, Syriens und der Türkei.
- Sich mit Mückencreme bzw. entsprechender Kleidung vor Stichen zu schützen, sollte in diesen Ländern als selbstverständlich gelten. Eine medikamentöse Prophylaxe ist in den meisten Fällen lediglich für Reisen in bestimmte ländliche Gebiete erforderlich und sollte nur nach Absprache mit dem zuständigen Arzt bzw. städtischen Tropeninstitut erfolgen.
Was noch
- Unbedingt sollte man darauf achten, dass man ausreichend Wasser zu sich nimmt. Wärme und trockene Luft führen schnell zur mitunter lebensgefährlichen Dehydrierung.
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