Ostasien



Ostasien - eine Reise in eine ganz andere und umso spannendere Kultur

Länder

  • China (inkl. Hong Kong und Macao)
  • Japan
  • Demokratische Volksrepublik Korea
  • Republik Korea
  • Mongolei

Im Westen Ostasiens gehen die hohen Gebirgszüge über in Wüsten und Steppen. Im Osten finden sich abwechslungsreiche Waldzonen verschiedenster Vegetation, die im Südosten dann rein subtropisch werden.

Gesundheitsrisiken für den Reisenden

Allgemeines

Ostasiens Hauptüberträger für Krankheiten sind Insekten. Vor Stichen sollte man sich daher, je nach Region, auch tagsüber und nicht nur während der Abendstunden mit Mückenschutzlotion bzw. langer Kleidung schützen.

Auch nahrungsmittelbedingte Erkrankungen sind sehr verbreitet. Generell sollte man bei Imbissständen auf der Straße vorsichtig sein, auf die Frische von Speisen achten und nur gut Erhitztes sowie Definierbares (z.B. kein Hackfleisch) zu sich nehmen. Vor Ort erkundigt man sich am besten nach kursierenden Krankheiten und üblichen Übertragungswegen. Es empfiehlt sich, Leitungswasser nicht zu trinken (Achtung Falle Eiswürfel) bzw. Wasser abzukochen und damit Gemüse gut zu waschen bzw. Obst zu schälen. Viele Lebensmittel-Infektionen lassen sich vermeiden, hält man diese Grundregeln ein.

Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen



Fischrestaurants sind in Japan zu Recht sehr beliebt - man sollte aber auf die Frische der Speisen achten

Reist man unter erhöhtem Risiko und z.B. nicht als isolierter Pauschaler für ein paar Tage im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) unbedingt beachten.

  • Zu den durch Insekten und Spinnentiere (zu denen übrigens auch Zecken gehören) übertragenen Krankheiten zählt u.a. die viszerale Leishmaniose, die in China in den letzten Jahren wieder zugenommen hat. Die kutane Form ist nur aus wenigen Regionen bekannt. Obwohl eingedämmt in der Verbreitung gibt es in Südchina nachwievor die Bancroft- und Brugia-Filarie, eine Infektion mit Nematodenwürmern (Filarien), die beim Menschen im Lymphsystem und Bindegewebe parasitieren. Durch Nagetiere übertragenes Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (eine fieberhafte Erkrankung mit starken, inneren und äußeren Blutungen sowie Nierenversagen) ist, außer in der Mongolei, endemisch. Gegebenenfalls können auch Epidemien von Dengue-Fieber und Japanischer Encephalitis auftreten.
  • Bei den nahrungsmittelbedingten Krankheiten sind Durchfallerkrankungen (Diarrhoea) bzw. Dysenterien (vgl. Ruhr) üblich. Andere bakterielle Infektionen wie Cholera und in China Brucellose, die v.a. durch Haustiere übertragen wird, kommen auch vor.

    Häufig ist auch ein Befall mit Eingeweidewürmern. In China und der Republik Korea gibt es Lungen- (Paragonimiasis) und Leberegel (Clonorchis / Opisthorchis), die durch rohe oder ungenügend erhitzte Süßwasserfische bzw. Krebstiere übertragen werden. Fasciolopsiasis, eine Infektion des Darmes mit dem Riesendarmegel Fasciolopsis buski, der durch essbare Wasserpflanzen und deren Früchte übertragen wird, ist nur aus China bekannt. Als virale Infektion ist Hepatitis E in Westchina sehr verbreitet.
  • Bedingt durch mangelnde Hygiene treten in China das sogenannte Trachom auf, eine langwierige, bakterielle Infektion des Auges und weltweit die häufigste Erblindungsursache, sowie Leptospirosen, bei denen Schraubenbakterien durch warmblütige Tiere bzw. deren Urin (Vorsicht Wasserkontaminierung) übertragen werden. Ansonsten gibt es im chinesischen Chang Jiang-Flusstal immer wieder Bilharziose-Epidemien, in der Mongolei Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis und in manchen Regionen Tollwut in Form örtlich begrenzter Infektionsherde.

Impfungen

Pflichtimpfungen und Vorschriften

  • Keine Pflichtimpfungen (bei Direkteinreise).
  • Gelbfieber - von China wird eine Immunisierung bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber) verlangt. Steht die Reise fest, klärt man bei der zuständigen Botschaft bzw. Landesvertretung am besten nochmal die genaue Regelung ab.
  • HIV - für China, die Mongolei sowie Nord- und Südkorea ist bei längeren Aufenthalten ein negativer HIV-Test erforderlich. Auch hier gilt, dass man sich vor Reiseantritt bei der jeweiligen Botschaft bzw. Landesvertretung nochmal nach den genauen Vorschriften erkundigen sollte.

Impfempfehlungen



Nach dem Füttern von Tauben sollten sich v.a. Kinder die Hände waschen

  • Tetanus und Diphterie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
  • Polio - in China, Japan und der Mongolei gilt die Ansteckungsgefahr mit dem Virus der Kinderlähmung als gebannt. Ist eine Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen vorhanden, empfiehlt sich bei einer gewissen Reisefreudigkeit aber trotzdem eine Auffrischung im Zehnjahresrhythmus bzw. eine Ergänzung fehlender Impfungen.
  • Hepatitis A - ist, außer in Japan, weit verbreitet. Da die Infektion über Lebensmittel erfolgt lohnt sich ein Schutz.

Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko

  • Hepatitis B - ist in allen Ländern hochgradig endemisch (d.h. ist ständig gegenwärtig bleibt aber örtlich begrenzt). Insbesondere bei sexuellem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung empfiehlt sich eine Immunisierung.
  • Typhus - da die Infektion oft über Lebensmittel erfolgt (vgl. Salmonellen) lohnt sich, bei entsprechenden Reisebedingungen, ein Schutz. Von Milben übertragenen Typhus kann es in den Buschregionen Südchinas, bestimmten Flusstälern Japans und der Republik Korea geben.
  • Japanische Encephalitis - eine Immunisierung empfiehlt sich ggf. für alle Länder außer der Mongolei.
  • Tollwut - ist in China und der Mongolei endemisch. Wer sich nicht impfen lassen will, sollte sich von streunenden Tieren auf jeden Fall fernhalten.

Malaria

  • Keiner Malariaprophylaxe bedarf es in Japan und der Mongolei.
  • In China kommt Malaria im Süden ganzjährig vor, im Norden und auf der koreanischen Halbinsel aber nur in den Sommer- bis Herbstmonaten. Große Städte und die meisten Hochlagen bergen ein geringeres Risikio bzw. sind teilweise sogar malariafrei.
  • Ein Mückenschutz sollte als selbstverständlich gelten und ist für Nord- und Südkorea ausreichend. Eine medikamentöse Prophylaxe für China empfiehlt sich nur nach Absprache mit dem zuständigen Arzt bzw. städtischen Tropeninstitut.
 
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