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Südliches Afrika
Länder
 Regen ist selten in der Namib-Wüste
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- Botswana
- Lesotho
- Namibia
- Saint Helena
- Südafrika
- Swasiland
Das südliche Afrika variiert von den Wüsten Namib und Kalahari, die nur episodenhaft Niederschläge bekommen, zu Savannen und fruchtbaren Hochebenen bis zur südlichen Küstenregion, die ein gemäßigtes, mediterranes Klima hat.
Gesundheitsrisiken für den Reisenden
Allgemeines
Durch Insekten übertragene Krankheiten stellen für Reisende im Süden Afrikas keine sehr große Gefahr dar.
Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind hingegen häufiger. Generell sollte man bei Imbissständen auf der Straße vorsichtig sein, auf die Frische von Speisen achten und nur gut Erhitztes sowie Definierbares (z.B. kein Hackfleisch) zu sich nehmen. Vor Ort erkundigt man sich am besten nach kursierenden Krankheiten und üblichen Übertragungswegen. Es empfiehlt sich, Leitungswasser nicht zu trinken (Achtung Falle Eiswürfel) bzw. Wasser abzukochen und damit Gemüse gut zu waschen bzw. Obst zu schälen. Viele Lebensmittel-Infektionen lassen sich vermeiden, hält man diese Grundregeln ein.
Das Afrika südlich der Sahara ist trauriger Spritzenreiter der weltweiten HIV-Statistik. In Botswana beispielsweise ist ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung infiziert. In Südafrika sehen die Zahlen nicht viel besser aus. Von sexuellem Verkehr mit der einheimischen Bevölkerung ist dringend abzuraten. Wer es dennoch nicht lassen kann, muss in jedem Fall Kondome benutzen.
 Giraffen in der Etosha-Pfanne in Nordnamibia
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Zu beachten bei längeren, intensiveren Reisen
Reist man unter erhöhtem Risiko und nicht als normaler Zwei-Wochen-Pauschal-Reisender im sauberen Sternchenhotel, ist man einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt. Wer also aus beruflichen Gründen häufig bzw. lange im Land ist, für mehrere Wochen eher rustikal als Rucksackreisender herumreist oder bestimmte gesundheitliche Probleme hat, sollte sich folgender Krankheiten bewusst sein sowie die Impfempfehlungen (s.u.) unbedingt beachten.
- Nahrungsmittelbedingte Krankheiten sind in einigen Regionen häufig, v.a. Infektionen mit Amöben (Amoebiasis), die u.a. zu Abzessen in Leber, Lunge und Harnwegen führen können.
- Durch Insekten und Spinnentiere (zu denen übrigens auch Zecken zählen) übertragene Krankheiten gibt es in allen Ländern, dürften dem Reisenden aber nicht allzu gefährlich werden. Dazu gehören Zeckenbissfieber, Rift-Tal-Fieber, eine v.a. durch Mücken manchmal aber auch Schlachtvieh übertragene Virusinfektion, Crimean-Congo-Hämorrhagie-Fieber und Rückfallfieber, das über Läuse oder Zecken als Borrelienseuche weitergegeben wird. Die Pest tritt lediglich in Form sogenannter natürlicher Herde (Def. s. Pest) auf und die Schlafkrankheit nur in Botswana und Namibia.
- Ansonsten gibt es noch Bilharziose, die in Botswana, Namibia, Südafrika und Swasiland endemisch ist (d.h. ist immer gegenwärtig aber örtlich begrenzt).
Impfungen
Pflichtimpfungen
- Keine Pflichtimpfungen bei Direkteinreise.
- Gelbfieber - alle Länder außer Botswana verlangen bei Einreise aus Infektionsgebieten (Länderliste s. Gelbfieber) eine Immunisierung. Sicherheitshalber sollte man sich aber vor Reiseantritt bei der jeweiligen Botschaft bzw. Landesvertretung noch mal nach der landesspezifischen Regelung erkundigen.
Impfempfehlungen
- Tetanus und Diphtherie - diese klassischen Impfungen müssen, bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen, mindestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
- Gilt auch für Polio, obwohl es die südlichen Länder Afrikas fast geschafft haben, frei von Poliomyelitis zu sein und das Risiko einer Infektion mittlerweile gering ist.
- Hepatitis A ist relativ weit verbreitet. Eine Impfung empfiehlt sich insbesondere für Reisende nach Botswana, Lesotho, Namibia und Swasiland.
Impfempfehlungen bei erhöhtem Risiko
- Typhus - durch verunreinigte Lebensmittel bedingt, sind typhusartige Fieber in allen erwähnten Ländern weit verbreitet, ein Schutz lohnt sich also bei entsprechenden Reisebedingungen. Durch v.a. Zeckenbisse übertragener Typhus tritt auch überall auf, nur nicht auf St. Helena.
- Hepatitis B ist hyperendemisch. Insbesondere bei sexuellem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung ist eine Immunisierung erforderlich.
- Tollwut - diese Impfempfehlung ist für alle Länder außer St. Helena gültig. Wer sich aber nicht viel auf dem Land aufhält oder den Kontakt zu beispielsweise streunenden Hunden strikt meidet, braucht eigentlich keinen Schutz.
Malaria
 Die Natur des südlichen Afrikas ist in jedem Fall eine Reise wert
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- Keiner Malariaprophylaxe bedarf es für Lesotho und St. Helena.
- In Botswana, Namibia, Südafrika und Swasiland tritt Malaria mehr oder minder das ganze Jahr auf, vor allem im Norden. Das Risiko einer Infektion nimmt gen Süden entsprechend ab und ist in den übrigen Landesteilen unterschiedlich groß. Als Malaria frei gelten Namibias Süden und Südafrikas Südwesten.
- Ein Mückenschutz empfiehlt sich auf jeden Fall. Eine medikamentöse Prophylaxe sollte ggf. nach Absprache mit dem zuständigen Arzt bzw. städtischen Tropeninstitut erfolgen.
Was noch
- Die zum Teil extreme Hitze ist nicht ohne. Möglichst oft sollte man Schatten aufsuchen und stets genug trinken, auch wenn man keinen akuten Durst verspürt.
- Schlangen können in manchen Regionen eine gesundheitliche Gefahr ganz anderer Art darstellen. Sie greifen aber eigentlich nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Um das zu verhindern, langt man nicht blind in den Schrank, schüttelt geschlossene Schuhe vor dem Anziehen aus, lüftet die Decke bevor man ins Bett hüpft, trägt bei Ausflügen in die Natur knöchelhohes Schuhwerk, klettert nicht in Büschen oder auf Bäumen herum, benutzt im Dunkeln immer eine Taschenlampe und schläft nicht auf dem Boden.
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